Wertschöpfung

Nachhaltiger Anbau von FSC zertifiziertem Plantagenteak in Brasilien.

Wenn man heute über Teak spricht, richten sich sorgenvolle Blicke auf die fernöstlichen Tropenländer Burma und Thailand, da die Beschaffung von Teakholz in Form von Rundholz, Furnieren und Schnittholz immer schwieriger wird.

Geht es um Holz aus Brasilien und den Regenwäldern im Amazonasbecken, denkt man an die leider immer noch anhaltenden Zerstörungen der dortigen Regenwälder durch die Einrichtung von Viehweiden und umweltschädlichen industriellen Großprojekten aller Art.

Kaum jemand denkt in Verbindung mit Brasilien an Teakholz, aber auch dort ist es möglich Teakplantagen anzulegen und diese ökologisch einwandfrei und nachhaltig zu bewirtschaften.

Seit fast 30 Jahren beteiligt sich Ulrich & Co. in Brasilien an einem ökologisch beispielhaften Forstbetrieb in den Tropen, um zum einen die Versorgung seiner Kunden mit Teakholz sicherzustellen und zeitgleich einen Schutz der Tropenwälder zu leisten.


Das Unternehmen Caceres Florestal wurde 1960 im Staat Mato Grosso, am südlichen Ende des brasilianischen Amazonaswaldes gelegen, gegründet, um qualitativ hochwertige Hölzer in Form von Schnitt­holz und Rundholz zu exportieren sowie den steigenden Bedarf im Inland zu decken – ohne rücksichtslose Rodung.

Firmengründer Karl Veit, mit deutschen Wurzeln, begann zunächst ab 1968 sich mit Untersuchungen hinsichtlich der Aufforstung und Pflanzung bestimmter wertvoller Hölzer zu beschäftigen, um eine neue Rohstoffbasis zu schaffen. Nach Versuchen mit mehreren Baumarten wurde es offensichtlich, dass das Pflanzen von Teak die besten Ergebnisse zeigte. Besonders beeindruckend waren der schnelle Wuchs und die Robustheit der jungen Teakpflanzen. So haben sich die jungen Pflanzen nach nur weniger als zwei Jahren bereits zu jungen Bäumen von gut acht Metern Höhe entwickelt. Hinzu kamen noch die guten technischen Eigenschaften sowie der schon damals und bis heute vergleichsweise hohe Marktwert für Teak­holz.

Im Jahr 1971 wurde mit der Anlage der ersten Teakplantage auf einer Fläche von 19 ha begon­nen. In den Folgejahren wurden die Anbauflächen Schrittweise vergrößert, sodass man 1989 über eine Plantagenfläche von 1.205 ha verfügte. Bis zum Abschluss des 25-Jahre-Zyklus 1996 sind jährlich weitere 250 ha mit Teak kultiviert worden.

Auf eine besondere ökologische Be­deutung des Anbaues von Teak bei Caceres Florestal sei hinzuweisen, denn die Plantagen sind nicht auf abgeholzten oder gerodeten Waldflächen, wie sonst in den Tropen üblich, angelegt worden. Für dieses Projekt sind keine ur­sprünglichen Naturwälder durch Brandrodung zerstört worden, um danach eine Monokultur mit bestimmten Baumarten anzulegen. Die heutige Plantage entstand auf einer kaum genutzten Buschsavanne mit einer Größe von 12.591 ha, von der lediglich die Hälfte der Fläche zum Teakanbau genutzt wird. Ein Großteil der restlichen Fläche steht für den Erhalt der ursprünglichen Vegetation unter Naturschutz.

Anders als in natürlichen Wäldern – mit fast 70 Jahren – ist das Teakplantagenholz bereits nach 25 Jahren erntereif und erreicht die sogenannte Hiebsreife. Somit ergab sich 1996 für die erstmalig 1971 angelegten 19 ha ein Einschlagsvolumen von knapp 330 m³ je ha. In der Zwischenzeit konnte man aufgrund der guten Ernteergebnisse den Einschlagszyklus auf 30 Jahre ausdehnen und den Ertrag je ha entsprechend steigern. Gegenwärtig wird das Unternehmen von Karl Veits Söhnen Vitor und Luis geleitet.

Alle fünf Jahre werden die einzelnen Abschnitte durchforstet. Das dadurch anfallende, kleiner dimensionierte Holz kommt zu diesen Berechnungen noch hinzu. Diese Ertragsleistungen eines so wertvollen Tropenholzes wie Teak sind einmalig. Sie zeigen, dass es durchaus möglich ist, eine bestimmte Baumart im tropischen Regenwald zu kulti­vieren und nach forstwirtschaftlichen Gesichts­punkten erfolgreich zu bewirtschaften und zu vermarkten.

Wir wünschen uns, dass dieses Beispiel aus Mato Grosso Schule macht, um auch in anderen Ländern andere Hölzer umweltgerecht aufzuziehen und zu vermarkten, wodurch einheimische beschäftigt und ausgebildet werden und ein Holzexport natürlich auch entsprechend Devisen ins Land bringt und somit einen Beitrag zur Wirtschaft leistet.